Wer an Weihnachten denkt, denkt häufig an Weihnachtsbäume, Gänsebraten und Süßigkeiten. Beliebte deutsche Traditionen sind an anderen Orten der Welt gänzlich unbekannt; Weltweit gibt es Weihnachtsbräuche, die uns wiederum ungewöhnlich vorkommen.

Australien: Weihnachtsmann in roten Shorts

Weihnachten liegt “down under” mitten im Sommer. Der Weihnachtsmann kommt in Australien also auch nicht auf dem Schlitten, sondern mit dem Jetski und in roten Badeshorts.

Indien: Zitronen für den Vater

Auch in Indien feiern viele Menschen das christliche Weihnachtsfest, Weihnachten ist ein offizieller Feiertag. Während es für Kinder Geschenke gibt, wird dem Familienoberhaupt als Zeichen besonderer Verehrung und als Bringer von Glück und Erfolg eine Zitrone überreicht.

Großbritannien: Münzen im Pudding

Weihnachtsbräuche: Der Christmas Plum
Weihnachtsbrauch in Großbritannien: Der Christmas Plum – Bild: Lachlan Hardy, CC BY 2.0

Geschenke gibt es in Großbritannien erst am Morgen des Weihnachtstages. An die Bescherung schließt dann ein gemeinsames Essen an, das mit einer besonderen Leckerei beendet wird: Einem typischen Christmas Plum, der als besondere Überraschung für die Kinder mit Geldmünzen gespickt wird.

Beliebte Tradition für die Einen, gewöhnungsbedürftig für die Anderen: Der Christmas Plum wird traditionell aus Rinderfett, Nüssen und getrockneten Früchten hergestellt und erhält durch Abhängen in einem speziellen Tuch seine traditionelle Form. Gekühlt ist der Pudding dann ein ganzes Jahr lang haltbar.

Wer das nicht mag, bekommt in britischen Supermärkten aber auch leichter verdauliche Varianten dieser Weihnachtstradition.

Spanien: Kohlestücke von den Drei Heiligen Königen

Was in Deutschland Ruten am Nikolaustag sind, dass sind in Spanien Kohlenstücke: Wer im vergangenen Jahr nicht artig war, der erhält am 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige, Kohlestücke statt Geschenken; Mittlerweile sind die Kohlestücke aber essbare Süßigkeiten.

Schweden: Fest der heiligen Lucia

Weihnachtsbrauch in Schweden: Luciafest
Schwedische Tradition in der Weihnachtszeit: Das Luciafest – Bild: Bengt Nyman, CC BY 2.0

Schwedische Traditionen dürften den meisten von uns spätestens durch IKEA bekannt sein. Eine dieser besonderen Traditionen ist das Luciafest, ein Überbleibsel vorchristlicher Zeit. Denn eigentlich ist das Luciafest Teil der Sonnenwendfeiern.
Obwohl das Luciafest am 13. Dezember keinen christlichen Hintergrund hat, passt es gut in die Weihnachtszeit: Traditionell trägt die älteste Tochter des Hauses ein langes weißes Gewand und auf dem Kopf einen Kranz mit Kerzen, es werden Lieder gesungen und es wird ein besonderes Safrangebäck gegessen.

Island: Fest der Toten

Bevor man in Island der Geburt Jesus Christus gedacht wird, stehen am Morgen des Heiligen Abends zunächst einmal die Toten im Mittelpunkt: Die Menschen strömen morgens gemeinsam auf die Friedhöfe um ihrer verstorbenen Verwandten zu gedenken.

Weihnachtsinseln: Kein Weihnachten

Anders als der Name vermuten ließe, sind die Weihnachtsinseln nicht der Namensgeber alljährlicher Feierlichkeiten. Tatsächlich ist es ganz anders herum: Die Insel wurde Sechzehnhundertirgendwas am Weihnachtstag zum ersten Mal überliefert betreten. Unbekannt und unbewohnt wurde die Insel mangels Alternativen dann einfach nach der aktuellen Feierlichkeit benannt.

Da auf den Weihnachtsinseln vorrangig Menschen chinesischer, singapurischer oder malaysischer Herkunft sind, feiert man das Weihnachtsfest auf den Weihnachtsinseln nicht.

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